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Bretone
 

Über mich

Das berüchtigte Elder-Scrolls-Fieber befiel mich kurz nach Erscheinen der deutschen Version des dritten Teils der Rollenspiel-Saga. Ein Arbeitskollege kam eines Tages freudestrahlend zu mir und zeigte mir eine PC CD-ROM Verpackung in angenehmen Brauntönen, gespickt mit kryptischen Zeichen die als Verzierung am Rand abgebildet waren. Er fing an mir von diesem aussergewöhnlichen Spiel vorzuschwärmen, erzählte von einer fantastischen Welt, in der man sich völlig frei bewegen kann, von wertvollen Artefakten, die man in uralten Ruinen finden konnte und er summte mir ständig so eine Melodie vor, um mich vollends zu überzeugen, dass ich dieses Spiel unbedingt kaufen müsse. Ich musste mir den Namen des Spiels mehrmals sagen lassen und schrieb es mir sicherheitshalber sogar auf einen kleinen Zettel, damit ich im Kaufhaus nochmal draufschauen konnte, falls ich es nicht gleich finden sollte. Der Name war 'MORROWIND'.

Tatsächlich ging ich ein zwei Tage später in die Spieleabteilung eines großen Warenhauses und fand dieses hübsche Kleinod auch sehr schnell. Zu Hause angekommen, installierte ich es gleich und war schon von den Bildern und der Musik während der Installationsroutine sehr angetan. Ich muss dazu sagen, dass es mein allererstes Rollenspiel war. Zuvor befanden sich auf meiner Festplatte vorrangig Spiele wie Sid Meyers: Civilisation II und III, der Taktikshooter Operation Flashpoint, Splinters Cell, Half Life 2, Sub Command, Fritz 7 und der MS Flightsimulator. Noch nie hatte ich so eine spielerische Freiheit und Vielfalt erlebt, wie ich sie nach meiner Ankunft in Seyda Neen bestaunen durfte.
Das Spiel fesselte mich von nun an für mindestens drei Jahre, da ich es nach dem ersten Durchspielen nebst beider Addons noch ein zweites Mal komplett durchspielte. Nach dem ich mich beim ersten Mal für das Haus Hlaalu entschied, wollte ich beim zweiten Anlauf die Telvannis ausprobieren und war mit dieser Entscheidung am Ende sehr zufrieden.

Irgendwann begann ich dann auch damit, mir dieses mitgelieferte Programm anzuschauen, was sich Construction Set nannte. Ich kannte sowas ja schon von Operation Flashpoint, wo ich ja auch schon ein paar kleinere Missionen entworfen hatte. Doch hier war alles anders. Man konnte ja praktisch alles verändern, was man in die Finger bekam.
Da ich nie so wirklich ein Haus auf Morrowind für mich gefunden hatte, welches meinen Anforderungen entsprach, entschloss ich mich mein eigenes kleines Anwesen zurecht zu zimmern. Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit - wohlgemerkt ohne die Hilfe des Internets, denn das hatte ich damals noch nicht - erblickte das Haus des Erretters das Licht der virtuellen Welt, welches ich dann auch meinen Kollegen auf Arbeit zum Anspielen und Ausprobieren weiter reichte. Ich hatte ja einige gut versteckte Gimmicks eingebaut und wollte wissen, wie schnell die jeweiligen Rätsel gelöst wurden. Teilweise wurden sie gar nicht gefunden, weshalb ich dann den einen oder anderen Tipp gegeben habe. Das war eine sehr schöne Erfahrung für mich zu sehen, wie sich andere über meine Arbeit erfreuten und staunten, was man als Laie so alles am Spiel selbst verändern konnte.

Dann kam der Oktober 2005. Ich hatte nun endlich Zugang zum Internet und was meint ihr wohl, wonach ich Tante Google zuerst befragte?
Genau. The Elder Scrolls: Morrowind.
Am 18. Oktober 2005 registrierte ich mich dann in einem Forum namens Tes-Oblivion.de und einen Tag später war ich Mitglied im Morrowindforum.de. Als Nickname fiel mir auf die Schnelle nichts besseres ein, als Bretone, entschied ich mich doch jedesmal wieder aufs Neue für diese magisch ausgerichtete Rasse, wenn mich dieser komische Kauz im Zensus- und Steueramt daraufhin ansprach.
Ausserdem war es 'the big boss' Garak, der absolut unkompliziert einem völligen Internet-Noob meinen ganzen Modderstolz, das 'Haus des Erretters' auf der von ihm betriebenen Seite PMM-Projects hostete und damit für jedermann zum Download bereit stellte. Ich war stolz wie Nachbars Lumpi, als ich meinen Arbeitskollegen davon berichtete. Mein Haus-Plugin auf einem der damals größten Fan-Portale zu Morrowind.

Zu meiner Überraschung machte ich relativ schnell 'Karriere' und war bereits nach vier Monaten News-Redakteur für das PMM-Projects-Nachfolgeportal Planet Oblivion.de und einen weiteren Monat später sogar Moderator im Morrowindforum. Dort lernte ich das Handwerk von der Pike auf und es entstanden in dieser Zeit auch viele Freundschaften, welche die Zeit bis zum heutigen Tag überdauert haben.
Den Moderatorenjob tauschte ich bald aufgrund meiner gesammelten Erfahrungen gegen den des Administrators ein. Über einige Umwege bin ich dann schließlich auf Pagan gelandet, was ich bis heute als meine virtuelle Heimat im Elder-Scrolls-Universum betrachte.

Dass ich mich nach meinem Morrowind-Plugin nie wieder so richtig dem Modden gewidmet habe, ist auch der Tatsache geschuldet, dass ich mich damals kurz nach Erscheinen von TES IV: Oblivion von einem gewissen havok2 hab hinreissen lassen, die mehr als unglückliche Übersetzung des Morrowind-Nachfolgers in die Hand zu nehmen. Das Resultat kann man sich heute unter dem Namen Oblivion Deutsch ansehen. Ob ich jemals wieder das CS für kreativere Herausforderungen, als zum Übersetzen missbrauchen werde, steht wohl noch in den Sternen. Auf jeden Fall denke ich gern an diese Zeit zurück und freue mich, wenn ich sehe, dass mein Erstlingswerk noch heute gern heruntergeladen und gespielt wird.

Das Experiment "ESO" verfolge ich gespannt seit dem 20.Juli 2014 auf dem europäischen Mega-Server.
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